30.08.2011 - Steuereinheit für Brandschutzklappen ersetzt
Am 03.08.2011 wurde an einem Steuerschrank für die Ansteuerung von Brandschutzklappen routinemäßig ein Batteriewechsel durchgeführt. Bei der anschließenden Wiederinbetriebnahme des Steuerschrankes war die Ansteuerung der angeschlossenen Brandschutzklappen gestört. Die Klappen blieben in der Sicherheitsstellung „geschlossen“. Nach Einbau eines Ersatzteils am 05.08.2011 war die Ansteuerung der angeschlossenen Brandschutzklappen wieder uneingeschränkt verfügbar.
30.08.2011 - Lüftungsanlage des Prozessgebäudes ungeplant abgefahren
Am 27.07.2011 und am 05.08.2011 ist die Lüftungsanlage des Prozessgebäudes ungeplant von dem normalen Betriebszustand in einen Zustand mit geringerem Luftdurchsatz gefahren. In beiden Fällen konnte die Lüftungsanlage innerhalb von ca. 15 bis 20 Minuten in den Normalbetrieb zurückgeführt werden. Das Gebäude wurde in beiden Fällen vorsorglich geräumt und nach erfolgter Kontaminationskontrolle wieder freigegeben. Die Auswertung der Messwertaufzeichnungen nach dem zweiten Ereignis lassen auf eine Funktionsstörung in der Steuerung der Lüftungsanlage schließen.
30.08.2011 - Lüftungsanlage LAVA bei Einstellarbeiten ungeplant abgefahren
Nach Umbauarbeiten an der Lüftungsanlage LAVA wurde diese im Rahmen von Einstellarbeiten geplant in einem Betriebszustand mit geringerem Luftdurchsatz gefahren. Beim Wiederherstellen des normalen Betriebszustandes kam es am 16.08.2011 zu einer kurzzeitigen Abschaltung der Lüftungsanlage. Das Gebäude wurde vorsorglich geräumt und nach erfolgter Kontaminationskontrolle wieder freigegeben. Die Ursache des Ereignisses lag in einem Wechsel der Abfolge zweier Arbeitsschritte.
Externe Meldung, Bewertung und Einstufung
Die Ereignisse wurden der Aufsichtsbehörde und dem Gutachter gemäß Melderegelung mitgeteilt. Auswirkungen auf die Umgebung, die Anlage und das Personal waren zu keinem Zeitpunkt möglich.
Die Ereignisse wurden nach der für WAK gültigen Melderegelung als Normalmeldung (Kategorie N) eingestuft. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Ereignissen (INES) wurden die Ereignisse der Stufe 0 (unterhalb der Skala, keine sicherheitstechnische Bedeutung) zugeordnet.
| Radionuklide und Aerosole | Monatswerte Bq |
Summe 2010 Bq |
% der zulässigen Jahresgrenzwerte |
| Alpha-Aerosole | 2,1*103 | 5,23*104 | 0,07 |
| Beta-Aerosole | 3,22*105 | 1,19*107 | 0,32 |
| Iod-129 | 2,93*104 | 7,83*104 | 0,08 |
| Iod-131 | 0 | 0 | 0 |
| Edelgase (Rechenwert) |
8,33*109 | 5,00*1010 | 5,00 |
Im Juni 2011 haben 424 im Projekt StiWAK überwachte Personen eine Kollektivdosis von 3,69 mSv aufgenommen. Dabei beträgt die mittlere Einzeldosis 0,009 mSv und die maximale Einzeldosis 0,188 mSv.
Zum Vergleich: Der zulässige Jahresgrenzwert für eine beruflich strahlenexponierte Person ist auf 20 mSv festgelegt.
Im Juni 2011 hat das Projekt StiWAK 31,6 t feste radioaktive Reststoffe mit einer Aktivität von 1,11*1013 Bq Alpha und 6,41*1013 Bq Beta an die Hauptabteilung Dekontaminationsbetriebe abgegeben. Nach §29 StrlSchV wurden im Juni 2011 keine Reststoffe abgegeben.