Der Erhalt der Stilllegungsgenehmigung Anfang 1994 leitete den Beginn der Demontagen ein. Parallel zur Entleerung des Cores, das heißt der Entfernung der Brennelemente, begannen der Abbau der Anlagen des Maschinenhauses und der Abriss der Kühltürme. Anschließend folgte die Demontage der Komponenten der sogenannten Ringanbauten, die ringförmig um das Reaktorgebäude gebaut sind. Hier waren diverse Hilfskreisläufe wie Mess-Stationen, Helium-Versorgung und Flüssigstickstoff-Erzeugung untergebracht.
Kernpunkt der aktuellen Rückbauarbeiten sind die Komponenten im Schutzbehälter.
Aktuell stehen dort folgende Demontagen an:
Alle mittelfristig geplanten Arbeiten sind als Vorbereitung zum Herausheben des Reaktorbehälters zu sehen.
Hierbei dient die zur Unterstützung der Demontagearbeiten am Reaktorgebäude errichtete Materialschleuse zur effizienteren Demontage der Großkomponenten des Schutzbehälters.
Alle im Kraftwerk durchzuführenden Arbeiten, das heißt nicht nur bei der Demontage, unterliegen einem behördlich vorgeschriebenen Arbeitssicherheitsverfahren. Bestandteil dieses Verfahrens ist unter anderem die Festlegung von Atemschutz- und Sicherungsmaßnahmen bei radiologischer Gefährdung oder Arbeitssicherheitsmaßnahmen allgemeiner Art. Diese Sicherungsmaßnahmen sind zusätzlicher, nicht den eigentlichen Demontagearbeiten zuzurechnender Arbeitsaufwand und bestimmen den Fortschritt der Arbeiten maßgeblich mit.